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Deutsche Expertin: Europa wird von Chinas „faszinierender“ Entwicklung profitieren

Mit Chinas „faszinierender“ Entwicklung in den letzten fünf Jahren und der Bereitstellung von mehr öffentlichen Gütern für die Welt werde Europa von einer stärkeren chinesischen Wirtschaft profitieren, sagte eine deutsche Expertin für China.

Nele Noesselt, eine Professorin und China-Expertin am Institut für Ostasienstudien an der Universität Duisburg-Essen, sprach in hohen Tönen von Chinas Reformmaßnahmen, besonders von jenen, die im Jahr 2013 in einer richtungsweisenden Blaupause aufgelistet wurden.

Das von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) veröffentlichte Dokument, das bekannt ist als „Die Entscheidung zu wesentlichen Fragen im Zusammenhang mit der umfassenden Vertiefung der Reformen“, legte die Führungsrolle des Marktes bei der Ressourcenallokation fest.

„All diese Bemühungen werden zu grüner und nachhaltiger Entwicklung und Wachstum führen“, sagte Noesselt gegenüber Xinhua.

In Bezug auf die chinesische Außenpolitik in den letzten fünf Jahren sagte die in Duisburg ansässige Expertin, dass China nicht länger als ein passiver Beobachter oder Zuschauer im internationalen System angesehen werde. Die Veränderung trat während der globalen Finanzkrise 2008 auf und wurde seit 2013 offensichtlicher, als die chinesische Regierung eine Anzahl von Ideen zum Aufbau einer gerechten und fairen Weltordnung, dem Friedensschutz und der Förderung der Entwicklung vorantrieb.

Während immer mehr chinesische Soldaten in UN-Friedenssicherungsmissionen eingesetzt werden, wird China, in einer damit verbundenen Entwicklung, auch immer aktiver in der globalen Wirtschaftsordnungspolitik.

„Chinesische Unternehmen wachsen global, was Chinas Teilnahme bei Weltsicherheitsfragen erfordert, um (chinesische) Interessen zu sichern. Zur gleichen Zeit wird die Binnenwirtschaft immer stärker mit der Weltwirtschaft verbunden“, sagte Noesselt. „Chinas Teilnahme am internationalen System hat gewissermaßen den globalen Markt stabilisiert.“

Die „Gürtel und Straße“-Initiative, eines der wichtigsten Ergebnisse des neuen Trends in Chinas Außenpolitik, werde europäischen Ländern Vorteile bringen, fügte sie hinzu.

Die Initiative, die von Staatspräsident Xi Jinping im Jahr 2013 vorgeschlagen wurde, zielt darauf ab, größere Handels-, Infrastruktur- und Mensch-zu-Mensch-Verbindungen zwischen Asien, Europa und Afrika durch die Wiederbelebung und Ausweitung der antiken Seidenstraßenrouten zu schaffen. Die moderne Version besteht aus einem Seidenstraßen-Wirtschaftsgürtel auf dem Landweg und der Maritimen Seidenstraße des 21. Jahrhunderts.

China biete Infrastruktur und sichert Transportrouten und davon profitieren nicht nur die chinesischen Märkte, sondern biete auch Europa und anderen Regionen wirtschaftliches Wachstum und Stabilität, sagte Noesselt.

„Wir müssen im Kopf behalten, dass wir gerade erst die Finanzkrise überwunden haben. Alle haben gehofft, dass chinesische Unternehmen einspringen würden, um den europäischen Markt zu stabilisieren und auch den Euro als Währung wieder zu stabilisieren. Und China hat dazu beigetragen“, sagte sie.

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