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China investiert fünf Milliarden US-Dollar in Stahl-Stadt-Projekt im Fernen Osten Russlands

Investoren aus China drängen in den Fernen Osten Russlands, um an der Schaffung eines neuen Knotenpunkts der Stahlverarbeitung mitzuwirken. Geleitet wird das Projekt von der chinesischen Firma Guangdong DEBANG und dem russischen Ministerium für die Entwicklung des Fernen Ostens.

Das drei Stufen umfassende Projekt zielt auf den Aufbau einer Produktionsbasis mit einer jährlichen Stahlproduktionskapazität von bis zu zehn Millionen Tonnen ab. Die erste Stufe soll 500 Millionen US-Dollar kosten und ein Produktionsvermögen von bis zu einer Million Tonnen Stahl schaffen, so das russische Ministerium für die Entwicklung des Fernen Ostens. In der zweiten Ausbaustufe soll die Produktion auf eine Jahreskapazität von fünf Millionen Tonnen anwachsen, wobei in der letzten Ausbaustufe eine Menge von zehn Millionen Tonnen erreicht werden soll.

Das Unternehmen Guangdong DEBANG wurde 2004 von der chinesischen Hebei Luanhe Group gegründet, die hauptsächlich Stahlprodukte herstellt und vertreibt. Das Unternehmen ist auch in der Baustoff-, Kohle-, Immobilien-, Finanz- und Kulturindustrie tätig.

Laut einem Vertreter von Juri Trutnew, dem Bevollmächtigten des russischen Präsidenten im Föderationskreis Ferner Osten, haben die Chinesen ein Konsortium von Investoren gegründet, das Unternehmen wie Sinosteel Corporation, Rizhao Steel Holding Group und Jianlong Group umfassen.

Der Beamte erklärte, dass der Ferne Osten Russlands für chinesische Investoren aufgrund seiner geografischen Lage, Steuerprivilegien, gut entwickelten Infrastruktur, niedrigen Stromkosten und offensichtlichen Nähe zu den Marktkanälen sehr attraktiv sei und fügte hinzu, dass die Häfen in der Region den Handel mit

„Wir wollen eine metallurgische Produktionsstätte in der Region Primorje errichten. Das Territorium des Fernen Ostens verfügt über Ressourcen, die für das Projekt notwendig sind sowie über Warmwasserhäfen, die eine Expansion in Länder Südostasiens und Indiens ermöglichen werden"

Yao Xiaodong, der Vorsitzende der Hebei Luanhe Group


„Wir haben billigen Strom und Arbeitskräfte, während Rohstoffe aus Australien geholt werden könnten"

Maksim Chudalow, Direktor der Unternehmensrating-Gruppe ACRA

dem asiatisch-pazifischen Raum und Südostasien ermöglichen werden.

Derzeit laufen in der Region parallel mehr als 20 Investitionsprojekte, in die chinesische Unternehmen bereits über vier Milliarden US-Dollar investiert haben, so der Leiter des Ministeriums für die Entwicklung der 


fernöstlichen Regionen Russlands, Aleksandr Galuschka.

Der Analyst betonte, dass Russland seinerseits von Steuereinnahmen profitieren und neue Arbeitsplätze in der Region schaffen könne.

Laut Yao Xiaodong würde das Projekt ungefähr 50.000 bis 80.000 Arbeitsplätze in die Region bringen.

Chinesische Unternehmen sind vor allem am Zugang zum Warmwasserhafen in Wladiwostok interessiert, meint Alexander Losew, Geschäftsführer von Sputnik Asset Management. Seinen Aussagen nach sei die Schaffung eines Produktionsknotenpunktes für Stahl in der Region Teil des großen chinesischen Projekts, das als "Neue Seidenstraße" bezeichnet wird. China und seine Partner würden fast 270 Millionen Tonnen Stahl benötigen, um alle geplanten Routen zu bauen.

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