China: Elektroautos für weniger als 5.000 Euro

Eine Tochtergesellschaft des amerikanischen Auto-Riesen General Motors bringt in Kürze ein neues Elektroauto auf den chinesischen Markt. Das Besondere dabei: das Fahrzeug soll gerade mal 4.500 Euro kosten!


Umweltbewusste Menschen, die sich ein Elektroauto zulegen wollen, hatten bisher vor allem ein Problem: Die Preise für die Fahrzeuge sind deutlich höher als die normaler PKWs. Dies könnte sich allerdings demnächst ändern: Eine chinesische Tochterfirma von General Motors bringt ein neues E-Auto auf den Markt - für den erstaunlich niedrigen Preis von nur rund 4.500 Euro.

Die Leistungsdaten:

 

  • Akkuladedauer rund 7,5 Stunden
  • Pro Akkuladung Strecke von rund 150 Kilometern möglich
  • Maximalgeschwindigkeit von circa 100 km/h
  • Höhe: 1,67 Meter
  • Wendekreis: 3,7 Meter

Das Modell Baojun E100 der Firma SAIC wird allerdings wie erwähnt (zumindest vorerst) nur auf dem chinesischen Markt zu erstehen sein


Rest der Welt fährt hinterher! Absatz von E-Autos in China legt kräftig zu

In Deutschland verdoppelt sich 2017 die Zahl der verkauften Elektrofahrzeuge. Der große Boom findet aber in China statt, ein europäisches Land spielt eine Sonderrolle. Hierzulande soll der "massive Umbruch" erst in 10 bis 15 Jahren vonstattengehen.

China hängt den Rest der Welt beim Absatz von Elektroautos immer deutlicher ab. Der Abstand zu den USA wuchs laut einer Studie des Brancheninstituts CAM in Bergisch Gladbach deutlich - insgesamt wurden im vergangenen Jahr im Reich der Mitte 777.000 E-Autos abgesetzt, 53 Prozent mehr als im Vorjahr. In den USA stieg die Zahl der Neuzulassungen von E-Autos lediglich um 24 Prozent auf rund 194.000 Stück.

"China setzt seine Rolle als globaler Taktgeber der E-Mobilität unbeirrt und mit zunehmender Dynamik fort", sagte Stefan Bratzel, Leiter des Centers of Automotive Management. Dabei gehe es weniger um Luftreinhaltung, sondern um den Wunsch nach größerer Unabhängigkeit von Ölimporten sowie um die Elektrokompetenz chinesischer Autobauer.

Auch in Deutschland trieb die Diskussion über mögliche Fahrverbote für schmutzige Diesel den E-Auto-Absatz in die Höhe. Dennoch: Zwar konnten 2017 mit fast 54.500 Elektroautos 117 Prozent mehr verkauft werden als ein Jahr zuvor, aber Deutschland - und Europa - hinken weiter hinterher. Das zeigt sich am Anteil der E-Autos - batterieelektrische wie auch Hybridautos - an den Zulassungen: In China stieg der Marktanteil der Stromer 2017 von 1,8 auf 2,7 Prozent, vor allem rein elektrisch betriebene FahIn Deutschland verdoppelte sich der Marktanteil von 0,8 auf 1,6 Prozent, auch in Frankreich und Großbritannien wurden mehr E-Autos verkauft. In den Niederlanden gab es wegen der 2016 ausgelaufenen Förderung für Hybride einen Einbruch um 60 Prozent.

Dass die Elektroautos in Norwegen so beliebt sind, liegt an finanziellen Vorteilen: Mehrwertsteuer, Importsteuer und Kfz-Steuer fallen weg. Der Dieselanteil an den deutschen Neuzulassungen kam im vergangenen Jahr mit 38,8 Prozent deutlich unter die Räder - 2016 waren es noch 45,9 Prozent.

Eine Sonderrolle spielt Norwegen: Dort stieg der Marktanteil an den Neuzulassungen von 29,1 auf 39,3 Prozent. Allein 2017 wurden mehr als 62.000 Elektroautos neu zugelassen, was einen Anstieg um 39 Prozent bedeutet. Allerdings wachsen die Verkaufsziffern deutlich schneller als die norwegische Ladeinfrastruktur. So warnte die Elektrowagenvereinigung in Oslo unlängst davor, sich einen Stromer anzuschaffen, wenn es nicht die Möglichkeit gebe, diesen zu Hause zu laden.rzeuge waren mit 652.000 Stück gefragt.

Im Dezember lag der Dieselanteil der Studie zufolge nur noch bei 33,4 Prozent. Davon profitierte neben den alternativen Antrieben der Benziner, dessen Anteil auf 57,7 Prozent stieg nach 52,1 Prozent im Jahr zuvor. Der Leiter des Centers of Automotive Management warnte, die Verschiebungen und der Trend zu schweren Stadt-Geländewagen (SUV) machten es für einige Hersteller schwer, die CO2-Reduktionsziele der EU von 95 Gramm Kohlendioxid Ausstoß je Kilometer bis 2021 zu erreichen.

Ab 2020 rechnet das Institut mit einem starken Anstieg des E-Auto-Absatzes auf den wichtigen Automärkten. Die derzeit geringen Marktanteile sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein "massiver Umbruch der Antriebstechnologien" in den nächsten 10 bis 15 Jahren bevorstehe.

Bis 2020 sei mit einem Anteil der E-Autos an den globalen Neuzulassungen von 2,5 bis 6 Prozent zu rechnen, 2025 könnten es dann schon 12 bis 25 Prozent sein, 2030 sogar 25 bis 40 Prozent. Das bedeutet aber auch, dass der Verbrennungsmotor noch lange die Oberhand behält.

Der große Umbruch wird 2020 beginnen


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